Beratung zu Erbverträgen

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Inhaltsverzeichnis

Was beinhaltet ein Testament?
Was beinhaltet ein Erbvertrag?
Was unterscheidet einen Erbvertrag von einem Testament?
Beispiele für Verfügungen
Häufige Fragen

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Mit einem Erbvertrag können Sie, wie auch beim Testament, regeln, wer zu welchem Zeitpunkt Ihr Vermögen erben soll, zum Beispiel erst der überlebende Ehegatte, danach die Kinder. Ferner besteht zum Beispiel auch die Möglichkeit den länger lebenden Ehegatten von der Erbfolge auszuschließen, wenn er nach Ihrem Tode nochmals heiraten sollte.

Auch besteht die Möglichkeit, den länger lebenden Ehegatten im Testament zu binden, sodass Änderungen nach dem Tod des anderen Ehegatten gesperrt sind. Ein Einzeltestament des länger lebenden Ehegatten wäre in dem Fall von vornherein unwirksam.

Weitere Informationen zum Erbvertrag finden sich im unteren Bereich dieses Textes. Alternativ können Sie direkt das unten stehende Datenblatt ausfüllen und so ohne Umwege eine Beratung in die Wege leiten.

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Was beinhaltet ein Testament?

Ein Testament ist ein rechtliches Dokument, das den letzten Willen einer Person festlegt. Es enthält Anweisungen zur Verteilung ihres Vermögens und andere persönliche Angelegenheiten nach ihrem Tod. Die Eigenschaften eines Testaments umfassen Flexibilität, da es individuell angepasst werden kann, um den spezifischen Wünschen des Testators zu entsprechen. Es ist auch revokabel, was bedeutet, dass es geändert oder widerrufen werden kann, wenn sich die Umstände ändern. Ein Testament bietet Klarheit und Rechtssicherheit, da es die rechtlichen Schritte für die Verteilung des Nachlasses definiert. 

Was beinhaltet ein Erbvertrag?

Ein Erbvertrag ist ein rechtliches Abkommen zwischen zwei oder mehr Parteien, das die Verteilung ihres Vermögens nach dem Tod regelt. Im Gegensatz zu einem Testament ist ein Erbvertrag bindend und kann nur unter bestimmten Bedingungen geändert oder aufgehoben werden. Erbverträge bieten Sicherheit und Stabilität, da sie rechtlich verbindlich sind und Streitigkeiten zwischen den Erben verhindern können. Sie sind oft komplexer als Testamente und erfordern die Beteiligung eines Notars.

Was unterscheidet einen Erbvertrag von einem Testament?

Sowohl Testamente als auch Erbverträge haben gemeinsame Merkmale wie die Festlegung der Erben und die Verteilung des Vermögens. Sie dienen auch dem Zweck, den letzten Willen des Erblassers zu erfüllen und die Vermögensnachfolge zu regeln. Der Hauptunterschied liegt jedoch in ihrer rechtlichen Bindung und Flexibilität. Während ein Testament allein angepasst werden kann, ist ein Erbvertrag rechtlich verbindlich und erfordert zur Änderung die Mitwirkung aller Vertragsparteien.

Beispiele für Verfügungen

Innerhalb eines Testaments oder Erbvertrags können verschiedene Verfügungen getroffen werden, um die Verteilung des Vermögens und andere wichtige Angelegenheiten nach dem Tod zu regeln. Hier sind einige Beispiele für solche Verfügungen:

  1. Erbeinsetzung: Festlegung der Personen oder Organisationen, die als Erben des Vermögens benannt werden.
  2. Vermächtnisse: Bestimmung bestimmter Geldbeträge, Immobilien oder anderer Vermögenswerte, die an bestimmte Personen oder Organisationen gehen sollen.
  3. Vermögensverwaltung: Festlegung von Bedingungen für die Verwaltung und Verteilung des Vermögens, insbesondere wenn minderjährige oder schutzbedürftige Erben beteiligt sind.
  4. Auflagen: Anweisungen oder Bedingungen, die an die Erben geknüpft sind, wie z.B. die Weiterführung eines Familienunternehmens oder die Finanzierung der Ausbildung von bestimmten Personen.
  5. Testamentsvollstreckung: Ernennung einer Person oder eines professionellen Testamentsvollstreckers, um sicherzustellen, dass die Anweisungen im Erbvertrag ordnungsgemäß umgesetzt werden.
  6. Bestimmung eines Vormunds: Festlegung einer Person oder Organisation, die sich um minderjährige Kinder oder andere schutzbedürftige Personen kümmern soll.
  7. Erklärungen und Ausschlüsse: Klare Aussagen darüber, wer von der Erbfolge ausgeschlossen ist und welche Gründe dafür gelten.

Durch solche Verfügungen im Rahmen eines Testaments oder Erbvertrags können die individuellen Wünsche und Bedürfnisse des Erblassers genau festgelegt und umgesetzt werden, um Streitigkeiten unter den Erben zu vermeiden und eine gerechte Verteilung des Vermögens sicherzustellen.

Häufige Fragen

Was kostet ein Erbvertrag beim Notar?

Die Kosten richten sich nach dem Vermögen der Vertragsparteien und sind gesetzlich festgelegt. Durch klare und verbindliche Regelungen können spätere Streitigkeiten sowie gerichtliche Auseinandersetzungen häufig vermieden werden.

Wie lange dauert die Erstellung eines Erbvertrags?

Ein Erbvertrag kann häufig innerhalb weniger Tage vorbereitet und beurkundet werden. Bei komplexen Vermögensverhältnissen oder Unternehmensbeteiligungen kann zusätzlicher Abstimmungsbedarf entstehen.

Wie läuft die Beurkundung eines Erbvertrags ab?

Zunächst werden die persönlichen Wünsche und die Vermögenssituation besprochen. Anschließend erstellt der Notar einen rechtssicheren Vertragsentwurf und erläutert die rechtlichen Folgen der Vereinbarungen. Danach erfolgt die notarielle Beurkundung.

Was gibt es bei einem Erbvertrag zu beachten?

Beim Abschluss eines Erbvertrags sollten die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt und die Regelungen eindeutig formuliert werden. Zudem muss die Testierfähigkeit aller Vertragsparteien vorliegen. Die notarielle Beurkundung ist gesetzlich vorgeschrieben.

Kann ein Erbvertrag vom Überlebenden geändert werden?

Ein Erbvertrag kann grundsätzlich nur mit Zustimmung aller Vertragsparteien geändert oder aufgehoben werden. Der überlebende Vertragspartner allein kann Änderungen meist nicht einseitig vornehmen, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.

Was ist der Unterschied zwischen Testament und Erbvertrag?

Ein Testament ist eine einseitige Verfügung und kann grundsätzlich jederzeit geändert werden. Ein Erbvertrag enthält dagegen bindende Vereinbarungen zwischen mehreren Personen und bietet dadurch eine höhere Planungssicherheit.

Wann ist ein Erbvertrag sinnvoll?

Ein Erbvertrag ist besonders bei Patchwork-Familien, Unternehmen oder größeren Vermögenswerten sinnvoll. Er ermöglicht verbindliche Regelungen und sorgt häufig für eine bessere gegenseitige Absicherung der Beteiligten.

Was bedeutet Testierfähigkeit?

Testierfähigkeit bezeichnet die rechtliche Fähigkeit, ein Testament oder einen Erbvertrag wirksam zu errichten. Voraussetzung ist, dass die Person die Bedeutung ihrer Entscheidungen versteht und ihren Willen frei bilden kann.

Vor Ort in Nagold und Bad Wildbad

Ihre Belange liegen uns am Herzen. Seit 1. Juli 2021 bin ich Amtsnachfolger des Notars Andreas Lämmle in Nagold. Seitdem stehen mein Team und ich für Sie und Ihre Anliegen jederzeit zur Verfügung.

Sie finden mein Notariat in der Hirschstraße 6 in 72202 Nagold. Seit dem 6. April 2022 führe ich zudem regelmäßig auswärtige Sprechtage im Forum König-Karls-Bad in der König-Karl-Straße 1 in 75323 Bad Wildbad durch.

Anfragen für einen Beurkundungstermin oder eine Besprechung richten Sie bitte per E-Mail an info@notar-gl.de oder telefonisch unter 07452 / 7904940

Ihr Thorsten Glombik

Weiterführende Informationen

Erbrecht.de bietet eine detaillierte Einführung in den Erbvertrag und erklärt dessen rechtliche Wirkung sowie Gestaltungsmöglichkeiten.

NDEEX informiert praxisnah über Voraussetzungen, Bindungswirkungen und notarielle Anforderungen eines Erbvertrags.

Afilio stellt ein kostenloses Muster für einen Erbvertrag bereit und erläutert typische Formulierungen und Inhalte.

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